MACH

Trio Musik

Sa. 25.07 | 15:00 Uhr

Das Trio MACH spielt zeitgenössische Improvisierte Musik, die durch musikalische Vielfalt, Formbewußtsein und ein großes dynamisches Spektrum überzeugt. Die drei Musiker sind ebenso virtuose Spieler wie auch aufmerksame Zuhörer. Jedes Instrument ist gleichberechtigt, übernimmt mal die Führung oder fügt sich in den Bandklang geschmackvoll ein. Die Musik erzeugt intensive Bilder oder atmosphärische Klanggemälde und huldigt Hendrix ebenso wie Parker oder Stockhausen, beglückt den abenteuerlustigen Hörer und ärgert den Puristen – kurz: sie wird nicht langweilig oder vorhersehbar.

“Souveräne Improvisatoren – Sich dem Kreieren von Avantgardemusik zu überant-worten, heißt im Fall des Trios MACH, dass man eine Reise antritt, deren Endziel nie schon im Vorfeld feststeht. Damit schütteln E-Gitarrist Markus Markowski, Drummer Hannes Clauss und Kontrabassist Reinhart Hammerschmidt den Avantgardebegriff früherer Prägung konsequent ab, bei dem es vor allem darauf hinauslief, einer künst-lerischen Vorhut gleich bei neuen Musikexperimenten vorwegzuschreiten.

Klangexperimente à la MACH erinnern die Hörer nur ganz entfernt an durchkomponierte Musik, weshalb wir uns wundern könnten, wieso diesen drei Lokalzampanos aus Oldenburg und Bremen überhaupt in den Sinn kam, ein Album einspielen zu wollen. Klar ist: Live dürften die Kompositionen durch die Bank weg anders ausfallen als auf CD.

Das aktuelle Album »MACHWERK«, an zwei Tagen im Vorjahr in Bremen live aufge-nommen und seit dem Frühjahr im Fachhandel erhältlich, bringt die hohe Kunst drei-er erfahrener Improvisatoren souverän auf einen Nenner: 17 Tracks verteilt auf knapp über 60 Minuten – wobei das Trio eine Eigenkomposition wie »MACH Platz«, auf durchaus gut sieben Minuten dehnt, während andere musikalische Einfälle einer Tonprobe nicht unähnlich ultraknapp abgehandelt werden. Die Drei Kobolden mit Lust durch ganz unterschiedliche Stile, man kreiert gewissermaßen einen Cocktail aus gekrampften Sound-Eruptionen à la Jimi Hendrix, im Freejazz verwurzelten Rhythmen, versetzt mit Avantgarde- und Neutöter-Experimenten, die uns entfernt an Karlheinz Stockhausen und Co erinnern.

Unterm Strich dürfte dies traditionsbewusste Puristen wie eh und je so sehr verstören, wie es aufgeschlossenen Hörer zur gleichen Zeit beglücken mag. Die souverän gemeisterten Improvisationen sind allemal auch deshalb hörenswert, weil Markowski, Clauss und Hammerschmidt sich ja nicht erst seit Gründung ihres MACH-Trios anno 2014 kennen, man in anderen Formationen wie HCL oder KLANK dieser speziellen Art des Musikmachens frönen konnte.

Fest steht: Wann immer ausgewiesene Improvisationsmusiker die gleichen Vorlieben entwickeln, sie sich in puncto Stilvielfalt zwischen Rock, Free jazz und zeitgenössischen Avantgardeklängen fortwährend als Brückenbauer betätigen, dann ist ein Höchstmaß an Hörgenuss für den interessierten Zuhörer gewährleistet, solange es allen Beteiligten gelingt, aufeinander einzugehen und dabei trotzdem ihre eigene Stimme zu behalten. Gar keine Frage, dass MACH das gelingt.” H. E. Wegener, Diabolo, Ausgabe 35/18

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