Eröffnung: ROBERT SCHAD. SKULPTUREN IN KNOOPS PARK

2. August 2020 - 7. März 2021 | BREMEN VIERKANT in Knoops Park und auf Kränholm

So. 02.08 | 16:00 Uhr

Knoops Park: Weite Blicke hoch über der Lesum, sanfte Hänge, uralter Baumbestand. Parallel zu den Ausstellungen im Gerhard-Marcks-Haus sowie in Gröpelingen eröffnen eine Reihe großformatiger Skulpturen des renommierten Stahlbildhauers Robert Schad inmitten des malerischen Landschaftsparks neue, verblüffende Horizonte und stehen dem urbanen Ambiente kontrapunktisch gegenüber. Massiver Vierkantstahl auf grünen Wiesen, klare Konturen vor knorrigen Bäumen – Gegensätze, die in den Bann ziehen! 
Ähnlich wie die Natur scheinen Robert Schads in den Raum geschriebene Arbeiten von einer inneren Kraft angetrieben, und obgleich sie aus massivem Vierkantstahl gearbeitet und starr sind, leicht und in Bewegung zu sein. Das Material ist dabei für Schad Ziel, nicht Mittel. Aus der Addition unterschiedlich langer, gerader Teile, die wie Glieder eines organischen Körpers verschweißt werden, entstehen bis zu 34 Meter hohe Skulpturen. 
Wie ein Tänzer den Raum einnimmt, „betanzen“ sie, dem Wechsel der Jahreszeiten folgend, nun den Knoops Park, der temporär zu ihrer Bühne wird. Nur im Moment des Betrachtens scheinen sie innezuhalten; poetische Wesen, die sich nur flüchtig in meist klangvollen Namen verkörpern, dem Betrachter in ihrer elementaren Materialität jedoch die unterschiedlichsten Emotionen vermitteln. Ein paar Schritte weiter schlägt die Dokumentationsausstellung BREMEN VIERKANT auf Kränholm den Bogen zum Werk des Künstlers

Robert Schad ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stahlbildhauer. Mit seinen Arbeiten steht Schad in der Tradition der großen Stahlbildhauer des 20. Jahrhunderts wie etwa Julio González, Eduardo Chillida, Anthony Caro, Richard Serra, Bernar Venet und Norbert Kricke, von dessen linearen »Raumplastiken« sich Schad beeinflusst sieht. Dabei ist Schads Werk zwar formal reduziert, aber hoch emotional und Essenz des Versuches, den Menschen zu erfassen und seine Existenz darzustellen.
Früh wurde Schads Werk als eigenständig wahrgenommen. Während die Arbeiten der Stahlbildhauerpioniere stark in der konkreten Kunst oder dem Minimalismus verhaftet sind und mit elementaren Formen und der Materialität spielen, nutzt Schad das Material zur Darstellung seines Selbstbildes, seines Denkens und Fühlens und seiner persönlichen Reflexion der Welt. Das unterscheidet ihn ganz explizit von den früheren Generationen der Stahlkünstler.
 Oft setzt er sich mit Musik, Tanz , Wachstum und Körperlichkeit sowie den Gesetzmäßigkeiten und Wechselwirkungen von Kunst und Natur, Raum und Zeit auseinander. Seine Skulpturen sieht er als Wanderer in Raum und Zeit, die je nach Verortung immer wieder neue Beziehungen zu Raum und Mensch etc. eingehen und über ein skulpturales Gedächtnis verfügen.
 
Der 1953 in Ravensburg geborene Künstler lebt und arbeitet in Frankreich und Portugal. Seine Werke sind in vielen Museumssammlungen und im öffentlichen Raum in ganz Europa zu finden.

ERÖFFNUNG


Die Ausstellung wird am Sonntag, den 2. August 2020 um 16 Uhr auf Kränholm und bei einem Spaziergang zu den Skulpturen in Knoops Park eröffnet.
 Der Künstler Robert Schad sowie Dr. Arie Hartog, Direktor Gerhard-Marcks-Haus und Inga Harenborg, Kuratorin Stiftung Haus Kränholm führen in die Arbeit und das Werk des Künstlers ein.



Treffpunkt: Kränholm Skulpturengarten 



Angesprochen werden nicht nur Kunstinteressierte sondern ganz nach dem Motto “Kunst für alle”, alle jene, die Spass daran haben etwas Neues zu entdecken.

Wir freuen uns, Sie auf Kränholm und in Knoops Park begrüßen zu dürfen!

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